Dortmunder Jugendamt sagt LARP ab
Nach einem Bericht des “DerWesten” hat das Jugendamt Dortmund ein sogenanntes LARP, ein Live-Rollenspiel, das in diesem Fall speziell für Kinder konzipiert wurde, abgesagt, weil dort auch mit Schaumstoffschwertern gekämpft werden sollte.
Die Fachbereichsleiterin Elisabeth Hoppe wird mit den Worten zitiert “Nach dem Amoklauf von Winnenden muss das Konzept noch einmal auf den Prüfstand”. Frau Hoppe habe Bedenken “in Richtung Gewaltprävention”.
Angesichts dieser Entscheidung kann man sich eigentlich nur noch an den Kopf fassen! Ist man beim Jugendamt Dortmund wirklich so naiv, zu glauben, daß das “Kämpfen” mit Schaumstoffschwertern Kinder zu Amokläufern macht? Meint man dort ernsthaft, deswegen eine Veranstaltung verhindern zu müssen, die doch mit einem Aufenthalt in freier Natur, kreativer Betätigung und anderen Aspekten sonst eigentlich genau all das beinhaltet, was von pädagogisch wertvollen Freizeitaktivitäten für Kinder immer gefordert wird? Verbietet das Jugendamt Dortmund jetzt auch Fechtsportvereine, weil das “Konzept auf den Prüfstand muß” und weil man “Bedenken in Richtung Gewaltprävention” hat? Immerhin wird da mit Waffen gefochten, die um einiges gefährlicher sind als Schaumstoffschwerter!
Ich dachte bisher immer, daß in Jugendämtern Experten tätig sind, die etwas mehr von der hochkomplexen Materie der Gewaltprävention verstehen. Das Jugendamt Dortmund hat mich eines Besseren belehrt! Hier kann nur die Aufforderung ergehen, daß sich das Jugendamt Dortmund bitte schnellstens um echte Probleme kümmern möge, anstatt wertvolle Zeit damit zu verschwenden, Kindern die Freude an einem harmlosen Spiel zu nehmen! Denn jede Minute, die auf die Behandlung dieses aberwitzigen Vorgangs verwandt wird, und jeder Mitarbeiter, der sich damit befassen muß, fehlt einem Kind in echter Not!

