Internetsperren aus der Sicht eines Mißbrauchsopfers
Aus Anlaß der Unterzeichnung von Verträgen zur Einführung von Internetsperren für Kinderpornographie möchte ich mich nicht selbst äußern, sondern einen Betroffenen zu Wort kommen lassen.
Christian Bahls vom Verein “MissbrauchsOpfer gegen InternetSperren” (MOGIS) schreibt in einem Blogeintrag mit dem Titel Der Zweck heiligt nicht die Mittel:
Wäre es nicht anstatt dieser unglaublich gefährlichen Symbolpolitik angebracht:
- Den Opfern echte Hilfe anzubieten?
- die Dunkelziffer bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung zu verringern?
- Die Täter zu verfolgen, anstatt nur der von ihnen verbreiteten Inhalte?
- Den Pädophilen, die unter Ihren Neigungen leiden, durch Therapie helfen keine Täter zu werden?
- Kinder stark zu machen, sodass sie gar nicht die Schwachstellen haben, die Täter benutzen um sich Ihnen zu nähern? (Wann haben sie das letzte Mal ein “Nein!” Ihres Kindes ignoriert, sind darüber hinweggegangen und haben es unterworfen?)
Können Wir nicht darüber reden?
Christian;
persönlich betroffen
Ich war ja gegenüber den Sperren schon immer kritisch eingestellt, aber wenn ich das lese, gibt mir das noch viel mehr zu denken. Ich empfehle sehr, den ganzen Artikel und auch die anderen Beiträge von MOGIS zum Thema zu lesen. Natürlich sollte man dabei auch immer bedenken, daß es sich sicher nicht um die Meinung aller Opfer handelt. Aber man darf meiner Meinung nach die Argumente der bei MOGIS organisierten Betroffenen auch nicht ignorieren, wenn man, wie Frau von der Leyen vorgibt, im Namen der Opfer sprechen will.

