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Heute titelt der Spiegel „Studie: Euro-Krise kostet Menschenleben“. Ohne Frage, die Zahlen sind dramatisch. Allein der Anstieg von Suiziden um 40% von 2011 auf 2012 in Griechenland ist ebenso verheerend wie die massive Zunahme von HIV-Infektionen.

Aber stimmt es wirklich, dass es die Euro-Krise ist, die Menschenleben kostet? Ich meine nein.

Denn nicht die Euro-Krise selbst kostet Menschenleben, sondern der menschenverachtende Umgang mit der Euro-Krise. Würde es insbesondere bei der Bewältigung der Euro-Krise nicht darum gehen, primär Staaten und Banken vor der Pleite zu retten, und wären die betroffenen Staaten in der Folge nicht zu rigiden Sparmaßnahmen gezwungen worden, wäre es niemals zu dieser Entwicklung gekommen. Schuld an dieser dramatischen Entwicklung ist also nicht die Euro-Krise selbst, sondern die Tatsache, dass bei der Bekämpfung der Euro-Krise die Menschen in den betroffenen Ländern vergessen wurden und werden. Politik sollte für Menschen da sein und für sie Gutes bewirken und nicht für Banken und Staatshaushalte. An diesem Punkt hat die europäische Politik auf im wahrsten Sinne des Wortes fatale Weise versagt. Dass es auch anders ginge, wird aus dem im Spiegel genannten Beispiel von Island deutlich.

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2 Kommentare auf “Kostet die Euro-Krise wirklich Menschenleben?”

  1. Marc sagt:

    Ich finde immer noch, die sollten endlich ihre eigenen superreichen enteignen. Von mir aus auch unsere – jedenfalls diejenigen, bei denen das Geld gelandet ist, was den Armen fehlt…

    Wenigstens könnten alle Griechen mal steuern zahlen…

    Von mir aus, Pannen aber auch die drecksbanken zumachen. Unbedingt gehören jedenfalls die verursachenden Spekulanten in den Knast!

  2. Alex Schestag sagt:

    Komplett enteignen nicht, aber zumindest auf ein akzeptables Maß zurechtstutzen.

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