Am Thema vorbei

Derzeit wird viel über den Verkauf des beliebten Messengers WhatsApp an Facebook und über den darauf folgenden Hype, zu (vermeintlich) sichereren Messengern, vor allem zu Threema, zu wechseln, diskutiert. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Anlass für diesen Hype völlig irrational ist. Schon vor dem Verkauf an Facebook bot WhatsApp keinerlei Privatsphäre. Mit Facebook kann sich diesbezüglich nichts zum Negativen ändern. Nichtsdestotrotz freue ich mich darüber, dass jetzt endlich ein Umdenken einsetzt und Menschen sich nach sichereren Alternativen umsehen. Dass ich das grade gehypete Threema vor allem ob der Tatsache, dass es ClosedSource ist, nicht für die beste Wahl und es generell für fraglich halte, ob klassische Messenger für maximal vertrauliche Kommunikation geeignet sind, ist ein anderes Thema.

Allerdings gibt es mittlerweile auch einige Stimmen, die den Wechseltrend beispielsweise als „hilflose Datenschutzhysterie“ bezeichnen, wie es Nico Lumma tut, und argumentieren, dass soziale Netzwerke „auf den Daten der Nutzer“ basierten, Datensparsamkeit „in der täglichen Nutzung kaum anwendbar“ sei und sich der Nutzen „erst aus der Verknüpfung dieser Daten mit anderen Daten des Nutzers oder anderen Nutzern“ ergebe.

Heißt das nun also, dass es kontraproduktiv ist, bei Messengern Datensparsamkeit und Vertraulichkeit der Kommunikation durch Verschlüsselung anzustreben? Ich meine nein. Denn Lummas Argumentation geht am Thema vorbei. Weiterlesen Am Thema vorbei

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