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Archiv für die Kategorie 'Netzpolitik'

Facebook und ich – ein Strategiewechsel

Wer mich kennt, weiß, daß ich Facebook wegen seines Datenschutzgebarens stark kritisiere und bisher einen Beitritt zu diesem sozialen Netzwerk aus Datenschutzgründen strikt abgelehnt habe. Am Wochenende habe ich mich nach reiflicher Überlegung nun doch entschlossen, einen Facebook-Account anzulegen. Da dies sicherlich den ein oder anderen verwundern wird, möchte ich meine Entscheidung an dieser Stelle kurz erläutern. Es gibt drei wesentliche Gründe für meine Entscheidung:
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Erstellt am Dienstag, 22. Juni 2010
Kategorie: Netzpolitik | 8 Kommentare »

Not my president: Ursula von der Leyen als potentielle Bundespräsidentin

Ursula von der Leyen soll nach Medienberichten eine Favoritin für die Nachfolge von Horst Köhler im Amt des Bundespräsidenten sein. Wir erinnern uns, das war die ehemalige Familienministerin, die sich vehement für nutzlose Internetsperren für Kinderpornographie einsetzte und technisch versierte Kritiker, die ihr vorhielten, daß die Sperren leicht zu umgehen und somit kein wirksamer Schutz seien, als “teils schwer Pädokriminelle” bezeichnete.

Auch ich gehöre zu den Menschen, die aus beruflichen Gründen wissen müssen, wie man alternative DNS-Server einsetzt. Angesichts dieser Vorgeschichte kann ich zu Frau von der Leyen als potentielle Bundespräsidentin nur sagen:

Nicht meine Bundespräsidentin!

Erstellt am Dienstag, 1. Juni 2010
Kategorie: Netzpolitik, Politik allgemein | Kommentieren »

Facebooks Umgang mit den Daten von Nicht-Mitgliedern: Erfahrungen und Schlußfolgerungen

Motivation: Warum ich diesen Beitrag hier schreibe

Annette Schwindt hat gestern in Ihrem Blog eine Umfrage zu der Frage “Haben Sie Facebook mit Ihrem Adressbuch synchronisiert” veröffentlicht und in diesem Rahmen Datenschutzfragen im Zusammenhang mit der Verwendung von Daten von Nicht-Mitgliedern durch Facebook diskutiert. Da ich selbst schon negative Erfahrungen damit gemacht habe, hat mich dieser Artikel und eine anschließende Diskussion mit Annette bewogen, meine Erfahrungen einmal zusammenzufassen und meiner Meinung nach notwendige Konsequenzen aus diesen Vorgängen aufzuzeigen. Schließlich sind diese Fragen auch von hoher netzpolitischer Relevanz.

Was war passiert?

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Erstellt am Mittwoch, 24. Februar 2010
Kategorie: Netzpolitik | 15 Kommentare »

Warum es Privatsphäre im Netz nach wie vor gibt und warum sie wichtig ist

Heute morgen las ich auf Twitter einen Tweet von Klaus Eck, seines Zeichens Kommunikationsberater, bei dem sich mir der Magen umdrehte und der mich zu diesem Blogpost veranlaßte. Herr Eck twitterte:

@klauseck am Samstag referiere ich, warum man sich von der Privatsphäre verabschieden sollte #eck http://ow.ly/Z9PC #web.in.bewegung.

Er schreibt dazu in seiner Vortragsankündigung:

“Abschied von der Privatsphäre ohne Wehmut

[...]

Nutzen Sie die persönliche Glaubwürdigkeit und Kompetenz Ihrer Kollegen auch online! In der Keynote von Klaus Eck erfahren Sie, wie Sie Ihre Personen- und Unternehmensmarke am besten im im Web vermarkten können und warum es keine Privatheit mehr im Netz gibt.”

In das gleiche Horn stößt der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der Privatsphäre für nicht mehr zeitgemäß hält.

Beide Aussagen sind Ausdruck einer “Post-Privacy-Bewegung”, die die These formuliert, daß es im Netz keine Privatsphäre mehr gebe. Als Begründung wird oft genannt, man müsse seine Privatsphäre aufgeben, wenn man an den Möglichkeiten und Chancen der Social-Media-Welt noch intensiver teilhaben und sich oder sein Unternehmen noch besser vermarkten wolle. Zuckerberg behauptet sogar, daß man damit nur einen “gesellschaftlichen Wandel” nachvollziehe.

Ich sehe diese Bewegung mit sehr großer Sorge und möchte ihrer These vom Ende der Privatheit an dieser Stelle vehement widersprechen. Weiterlesen »

Erstellt am Freitag, 22. Januar 2010
Kategorie: Netzpolitik | 1 Kommentar »

Wählerwanderungen zur Piratenpartei und die Konsequenzen

Nach der Bundestagswahl wollte ich wissen, wie die Wählerwanderungen zur Piratenpartei aussehen. Insbesondere hat mich natürlich interessiert, in welchem Maße Wählerinnen und Wähler von den Grünen zur Piratenpartei gewandert sind. Leider habe ich diesbezüglich keinerlei Daten gefunden, weswegen ich kurzerhand eine eigene Umfrage veröffentlichte, deren Ergebnisse folgendes Bild ergeben:


Demnach haben fast 25% der Piraten-Wählerinnen und -Wähler vor vier Jahren noch grün gewählt und stellen damit die größte Gruppe. Das kann man zwar wegen mangelnder Repräsentativität wohl nur bedingt hochrechnen, aber sollten diese Zahlen ungefähr stimmen, hätten über 200.000 ehemalige Grün-Wählerinnen und -Wähler diesmal Piraten gewählt. Das ist keine Zahl, die wir vernachlässigen können. Ich finde, da müssen wir drüber reden. Das Thema Netzpolitik muß in der grünen Debatte noch mehr Gewicht bekommen. Ich warne auch davor, dieses Ergebnis als Strohfeuer kleinzureden. Wenn wir jetzt nichts tun, wird sich dieser Trend in der nächsten Zeit eher fortsetzen als abschwächen!

Erstellt am Donnerstag, 29. Oktober 2009
Kategorie: Netzpolitik | 15 Kommentare »

Grüne und Piraten – Chancen und Risiken einer Zusammenarbeit aus grüner Sicht

Wolfgang G. Wettach berichtet in seinem Blog über seinen Besuch des Landesparteitags der baden-württembergischen Piratenpartei und konstatiert dabei einige bemerkenswerte Dinge. Unter anderem trat Wolfgang in einer Rede, die er dort halten durfte, mit einer Forderung an die Piratenpartei heran, indem er zu möglichen Kooperationen beider Parteien sagte:

“Stellt die Grünen, fordert, dass sie sich klar zu euren Zielen bekennen, wenn sie mit Euch zusammenarbeiten wollen” Weiterlesen »

Erstellt am Donnerstag, 3. September 2009
Kategorie: Allgemeines, Kommunalpolitik, Netzpolitik, Politik allgemein | 5 Kommentare »

Umfrage zur Bundestagswahl

Ich habe mir erlaubt, auf twtpoll eine kleine Umfrage zur Bundestagswahl zu starten. Zur Ansicht ist ausnahmsweise JavaScript erforderlich: Weiterlesen »

Erstellt am Dienstag, 11. August 2009
Kategorie: Allgemeines, Außenpolitik, Menschenrechte, Netzpolitik, Politik allgemein, Sozialpolitik, Umweltpolitik | Kommentieren »

Das Vermächtnis von Wau Holland und die Verantwortung der Politik

Heute vor acht Jahren, am 29. 7. 2001, ist der Mitbegründer und Vordenker des Chaos Computer Club Wau Holland viel zu früh verstorben. Atari-Frosch hat anläßlich seines Todestages einen hervorragenden Artikel in ihrem Blog veröffentlicht, in dem sie schreibt: Weiterlesen »

Erstellt am Mittwoch, 29. Juli 2009
Kategorie: Allgemeines, Kommunalpolitik, Netzpolitik, Politik allgemein, Sozialpolitik, Umweltpolitik | Kommentieren »

Güldner muß sich entschuldigen!

Am Sonntag hat der grüne Bremer Fraktionsvorsitzende Matthias Güldner in einem Artikel in der WELT auf eine absolut inakzeptable Art und Weise seine Position zu Internetsperren dargelegt und damit nicht nur die Netz-Community als Ganzes, sondern auch weite Teile seiner eigenen Partei massiv verärgert. Weiterlesen »

Erstellt am Montag, 27. Juli 2009
Kategorie: Netzpolitik | 5 Kommentare »

Das Problem der 15 Enthaltungen

Erst nachdem ich am Donnerstag den Artikel Sie haben es getan geschrieben hatte, habe ich das Ergebnis der namentlichen Abstimmung zu dem von Ursula von der Leyen initiierten “Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen” erfahren. Zu meinem großen Erstaunen und auch mit einer gewissen Verärgerung mußte ich nun feststellen, daß 15 der 18 Enthaltungen aus der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen stammen. Weiterlesen »

Erstellt am Sonntag, 21. Juni 2009
Kategorie: Kommunalpolitik, Netzpolitik | 8 Kommentare »

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