Motivation: Warum ich diesen Beitrag hier schreibe
Annette Schwindt hat gestern in Ihrem Blog eine Umfrage zu der Frage “Haben Sie Facebook mit Ihrem Adressbuch synchronisiert” veröffentlicht und in diesem Rahmen Datenschutzfragen im Zusammenhang mit der Verwendung von Daten von Nicht-Mitgliedern durch Facebook diskutiert. Da ich selbst schon negative Erfahrungen damit gemacht habe, hat mich dieser Artikel und eine anschließende Diskussion mit Annette bewogen, meine Erfahrungen einmal zusammenzufassen und meiner Meinung nach notwendige Konsequenzen aus diesen Vorgängen aufzuzeigen. Schließlich sind diese Fragen auch von hoher netzpolitischer Relevanz.
Was war passiert?
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Erstellt am Mittwoch, 24. Februar 2010
Kategorie: Netzpolitik | 9 Kommentare »
Heute morgen las ich auf Twitter einen Tweet von Klaus Eck, seines Zeichens Kommunikationsberater, bei dem sich mir der Magen umdrehte und der mich zu diesem Blogpost veranlaßte. Herr Eck twitterte:
@klauseck am Samstag referiere ich, warum man sich von der Privatsphäre verabschieden sollte #eck http://ow.ly/Z9PC #web.in.bewegung.
Er schreibt dazu in seiner Vortragsankündigung:
“Abschied von der Privatsphäre ohne Wehmut
[...]
Nutzen Sie die persönliche Glaubwürdigkeit und Kompetenz Ihrer Kollegen auch online! In der Keynote von Klaus Eck erfahren Sie, wie Sie Ihre Personen- und Unternehmensmarke am besten im im Web vermarkten können und warum es keine Privatheit mehr im Netz gibt.”
In das gleiche Horn stößt der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der Privatsphäre für nicht mehr zeitgemäß hält.
Beide Aussagen sind Ausdruck einer “Post-Privacy-Bewegung”, die die These formuliert, daß es im Netz keine Privatsphäre mehr gebe. Als Begründung wird oft genannt, man müsse seine Privatsphäre aufgeben, wenn man an den Möglichkeiten und Chancen der Social-Media-Welt noch intensiver teilhaben und sich oder sein Unternehmen noch besser vermarkten wolle. Zuckerberg behauptet sogar, daß man damit nur einen “gesellschaftlichen Wandel” nachvollziehe.
Ich sehe diese Bewegung mit sehr großer Sorge und möchte ihrer These vom Ende der Privatheit an dieser Stelle vehement widersprechen. Weiterlesen »
Erstellt am Freitag, 22. Januar 2010
Kategorie: Netzpolitik | Kommentieren »
Nach der Bundestagswahl wollte ich wissen, wie die Wählerwanderungen zur Piratenpartei aussehen. Insbesondere hat mich natürlich interessiert, in welchem Maße Wählerinnen und Wähler von den Grünen zur Piratenpartei gewandert sind. Leider habe ich diesbezüglich keinerlei Daten gefunden, weswegen ich kurzerhand eine eigene Umfrage veröffentlichte, deren Ergebnisse folgendes Bild ergeben:
Demnach haben fast 25% der Piraten-Wählerinnen und -Wähler vor vier Jahren noch grün gewählt und stellen damit die größte Gruppe. Das kann man zwar wegen mangelnder Repräsentativität wohl nur bedingt hochrechnen, aber sollten diese Zahlen ungefähr stimmen, hätten über 200.000 ehemalige Grün-Wählerinnen und -Wähler diesmal Piraten gewählt. Das ist keine Zahl, die wir vernachlässigen können. Ich finde, da müssen wir drüber reden. Das Thema Netzpolitik muß in der grünen Debatte noch mehr Gewicht bekommen. Ich warne auch davor, dieses Ergebnis als Strohfeuer kleinzureden. Wenn wir jetzt nichts tun, wird sich dieser Trend in der nächsten Zeit eher fortsetzen als abschwächen!
Erstellt am Donnerstag, 29. Oktober 2009
Kategorie: Netzpolitik | 15 Kommentare »
Wolfgang G. Wettach berichtet in seinem Blog über seinen Besuch des Landesparteitags der baden-württembergischen Piratenpartei und konstatiert dabei einige bemerkenswerte Dinge. Unter anderem trat Wolfgang in einer Rede, die er dort halten durfte, mit einer Forderung an die Piratenpartei heran, indem er zu möglichen Kooperationen beider Parteien sagte:
“Stellt die Grünen, fordert, dass sie sich klar zu euren Zielen bekennen, wenn sie mit Euch zusammenarbeiten wollen” Weiterlesen »
Erstellt am Donnerstag, 3. September 2009
Kategorie: Allgemeines, Kommunalpolitik, Netzpolitik, Politik allgemein | 5 Kommentare »
Ich habe mir erlaubt, auf twtpoll eine kleine Umfrage zur Bundestagswahl zu starten. Zur Ansicht ist ausnahmsweise JavaScript erforderlich: Weiterlesen »
Erstellt am Dienstag, 11. August 2009
Kategorie: Allgemeines, Außenpolitik, Menschenrechte, Netzpolitik, Politik allgemein, Sozialpolitik, Umweltpolitik | Kommentieren »
Heute vor acht Jahren, am 29. 7. 2001, ist der Mitbegründer und Vordenker des Chaos Computer Club Wau Holland viel zu früh verstorben. Atari-Frosch hat anläßlich seines Todestages einen hervorragenden Artikel in ihrem Blog veröffentlicht, in dem sie schreibt: Weiterlesen »
Erstellt am Mittwoch, 29. Juli 2009
Kategorie: Allgemeines, Kommunalpolitik, Netzpolitik, Politik allgemein, Sozialpolitik, Umweltpolitik | Kommentieren »
Am Sonntag hat der grüne Bremer Fraktionsvorsitzende Matthias Güldner in einem Artikel in der WELT auf eine absolut inakzeptable Art und Weise seine Position zu Internetsperren dargelegt und damit nicht nur die Netz-Community als Ganzes, sondern auch weite Teile seiner eigenen Partei massiv verärgert. Weiterlesen »
Erstellt am Montag, 27. Juli 2009
Kategorie: Netzpolitik | 5 Kommentare »
Erst nachdem ich am Donnerstag den Artikel Sie haben es getan geschrieben hatte, habe ich das Ergebnis der namentlichen Abstimmung zu dem von Ursula von der Leyen initiierten “Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen” erfahren. Zu meinem großen Erstaunen und auch mit einer gewissen Verärgerung mußte ich nun feststellen, daß 15 der 18 Enthaltungen aus der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen stammen. Weiterlesen »
Erstellt am Sonntag, 21. Juni 2009
Kategorie: Kommunalpolitik, Netzpolitik | 8 Kommentare »
Sie haben es getan. Der Bundestag hat heute unter völliger Ignoranz aller rechtsstaatlicher Bedenken und unter Mißachtung einer Petition, die fast 135000 Menschen unterschrieben haben, mit 289 Stimmen bei 128 Gegenstimmen und 18 Enthaltungen dem “Entwurf eines Gesetzes zur Bekämpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen” zugestimmt. Damit wird in Deutschland unter dem Deckmantel der Kinderpornographie faktisch eine Zensurinfrastruktur für das Internet eingeführt, die keinerlei richterlicher Kontrolle unterliegt. Daß der Bund für diese Gesetzgebung gar nicht zuständig ist, macht die Sache nicht besser.
Ich habe schon sehr viel zu diesem Thema gesagt. Deswegen hier nur noch ein Satz als abschließende Bewertung: Es wird Zeit, daß diese große Koalition abgewählt wird!
Erstellt am Donnerstag, 18. Juni 2009
Kategorie: Netzpolitik | 3 Kommentare »
Die LAG Innere Sicherheit, Demokratie und Recht Baden-Württemberg hat sich gestern auf ihrer Sitzung kurzfristig entschlossen, noch einen Änderungsantrag für das Bundestagswahlprogramm zu stellen, der die völlige Ablehnung von Access-Sperren beinhaltet. Wer diesen Antrag unterstützen möchte, sollte sich mit Namen und KV möglichst schnell bei gruene@schestag.info melden.
Der Antrag:
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Erstellt am Samstag, 25. April 2009
Kategorie: Netzpolitik | 7 Kommentare »