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	<title>Gedankennebel</title>
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	<description>Durch den Nebel meiner Gedanken</description>
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		<item>
		<title>Der CDU-MdB Günter Krings und das Wahlrecht für Menschen mit Behinderung</title>
		<link>http://www.schestag.de/2013/05/05/der-cdu-mdb-guenter-krings-und-das-wahlrecht-fuer-menschen-mit-behinderung/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 May 2013 09:39:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Schestag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Günter Krings]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen mit Behinderungen]]></category>
		<category><![CDATA[Totalbetreuung]]></category>
		<category><![CDATA[UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute, am 5. Mai, ist der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Dabei geht es um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung an allen Aspekten des Lebens. Es geht um die in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verbrieften Menschenrechte. Manch einer mag nun denken, dass wir in Deutschland [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute, am 5. Mai, ist der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Dabei geht es um die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung an allen Aspekten des Lebens. Es geht um die in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verbrieften Menschenrechte.</p>
<p>Manch einer mag nun denken, dass wir in Deutschland diesbezüglich doch kaum Probleme haben. Dass dem nicht so ist und Menschen mit Behinderungen auch in Deutschland immer noch fundamentale Menschenrechte verwehrt werden, und das auch von Abgeordneten des deutschen Bundestages, möchte ich an einem Beispiel exemplarisch deutlich machen, in dem sich insbesondere der CDU-MdB Günter Krings in unrühmlicher Weise hervortut.<span id="more-7413"></span></p>
<p>Es geht um das Wahlrecht für Menschen mit Behinderung. Zwar dürfen die meisten Menschen mit Behinderung auch in Deutschland wählen &#8211; aber eben nur die meisten und nicht alle. Menschen mit Behinderung, die unter vollständiger Betreuung in allen Lebensbereichen, sogenannter &#8220;Totalbetreuung&#8221;, stehen, dürfen nicht wählen. Ein unhaltbarer Zustand, wie unter anderem die Lebenshilfe und auch der CDU-Politiker Hubert Hüppe, seines Zeichens Behindertenbeauftragter der Bundesregierung, <a href="http://www.derwesten.de/politik/ruf-nach-uneingeschraenktem-wahlrecht-fuer-alle-behinderten-id7642142.html">feststellen</a>. Denn mit der Ratifizierung der UN-Konvention hat sich Deutschland verpflichtet, Die UN-Konvention in nationales Recht umzusetzen. In Artikel 29 der <a href="http://www.hamburg.de/contentblob/2518726/data/">UN-Konvention</a> heißt es explizit:<br />
<cite></p>
<div style="background-color: #EEEEEE; padding: 0.5em;">
<p style="text-align: center;">
<strong>Artikel 29<br />
Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben</strong></cite></p>
<p>Die Vertragsstaaten garantieren Menschen mit Behinderungen die politischen Rechte sowie die Möglichkeit, diese gleichberechtigt mit anderen zu genießen, und verpflichten sich,<br />
a)<br />
sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt mit anderen<br />
wirksam und umfassend am politischen und öffentlichen Leben teilhaben können, sei es unmittelbar oder durch frei gewählte Vertreter oder Vertreterinnen, was auch das Recht und die Möglichkeit einschließt, zu wählen und gewählt zu werden; unter anderem<br />
i)<br />
stellen sie sicher, dass die Wahlverfahren, -einrichtungen und -materialien<br />
geeignet, zugänglich und leicht zu verstehen und zu handhaben sind;<br />
ii)<br />
schützen sie das Recht von Menschen mit Behinderungen, bei Wahlen und Volksabstimmungen in geheimer Abstimmung ohne Einschüchterung ihre Stimme abzugeben, bei Wahlen zu kandidieren, ein Amt wirksam innezuhaben und alle öffentlichen Aufgaben auf allen Ebenen staatlicher Tätigkeit wahrzunehmen, indem sie gegebenenfalls die Nutzung unterstützender und neuer Technologien erleichtern;<br />
iii)<br />
garantieren sie die freie Willensäußerung von Menschen mit Behinderungen<br />
als Wähler und Wählerinnen und erlauben zu diesem Zweck im Bedarfsfall<br />
auf Wunsch, dass sie sie sich bei der Stimmabgabe durch eine Person ihrer Wahl unterstützen lassen.
</p></div>
<p>Dieser Artikel ist unmissverständlich. <strong>Allen</strong> Menschen mit Behinderung müssen diese Rechte ohne Ausnahme gewährt werden. Die Regelung, dass Menschen, die unter &#8220;Totalbetreuung&#8221; stehen, davon ausgeschlossen sind, verstößt gegen diesen Artikel und verletzt somit die Menschenrechte der Betroffenen. Man sollte meinen, dass eine schnellstmögliche Änderung eine Selbstverständlichkeit sei.</p>
<p>Leider sind jedoch nicht alle Parteikollegen Hüppes dieser Meinung. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Günter Krings steht auf dem <a href="http://www.derwesten.de/politik/ruf-nach-uneingeschraenktem-wahlrecht-fuer-alle-behinderten-id7642142.html">Standpunkt</a> &#8220;Es ist nicht plausibel, warum ein Mensch, der nicht mal selbstständig eine ­Zeitung kaufen kann, eine Wahlentscheidung treffen soll&#8221;. Er steht sogar auf dem <a href="http://www.presseportal.de/pm/55903/2420068/waz-ruf-nach-wahlrecht-fuer-alle-behinderten">Standpunkt</a>, eine Gewährung des Wahlrechts für diese Menschen würde &#8220;zum Missbrauch einladen&#8221;.</p>
<p>Laut Herrn Krings ist es also ausgeschlossen, dass Menschen, die unter &#8220;Totalbetreuung&#8221; stehen, eine eigenständige politische Meinung haben können, die sie in Wahlen eigenständig zum Ausdruck bringen können. Wie Herr Krings auf dieses schmale Brett kommt, wird wohl auf ewig sein Geheimnis bleiben. Deutlicher hätte er jedenfalls seine Vorurteile gegenüber und seine Geringschätzung der Fähigkeiten der betroffenen Menschen nicht zum Ausdruck bringen können. Für mich ist es daher, um mal bei der Wortwahl von Herrn Krings zu bleiben, derweil nicht plausibel, warum ein Mensch, der die Umsetzung von Menschenrechten, zu der er als Abgeordneter durch die Ratifizierung der UN-Konvention verpflichtet ist, behindert und verweigert, in einem demokratisch gewählten Parlament sitzt. </p>
 <p><a href="http://www.schestag.de/?flattrss_redirect&amp;id=7413&amp;md5=9b2b369a7cdfc5431c8a1543a06b38fe" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.schestag.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Game Dev Tycoon &#8211; viel Aufregung um nichts</title>
		<link>http://www.schestag.de/2013/04/30/game-dev-tycoon-viel-aufregung-um-nichts/</link>
		<comments>http://www.schestag.de/2013/04/30/game-dev-tycoon-viel-aufregung-um-nichts/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Apr 2013 22:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Schestag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Game Dev Tycoon]]></category>
		<category><![CDATA[Raubmordkopierer]]></category>
		<category><![CDATA[Torrent]]></category>

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		<description><![CDATA[Derzeit verbreitet sich eine Story wie ein Lauffeuer im Netz, die auf den ersten Blick wie ein Beleg dafür aussieht, wie häufig Computerspiele illegal kopiert werden &#8211; und sich auf den zweiten Blick als etwas völlig anderes entpuppt. Was war passiert? Zwei Programmierer haben ein Spiel namens Game Dev Tycoon herausgebracht, in dem es darum [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit verbreitet sich eine Story wie ein Lauffeuer im Netz, die auf den ersten Blick wie ein Beleg dafür aussieht, wie häufig Computerspiele illegal kopiert werden &#8211; und sich auf den zweiten Blick als etwas völlig anderes entpuppt. Was war passiert? <span id="more-6749"></span></p>
<p>Zwei Programmierer haben ein Spiel namens Game Dev Tycoon herausgebracht, in dem es darum geht, als Computerspieleentwickler eine kleine Garagenfirma zum Erfolg zu führen. Dieses Spiel haben sie für 7,99 Dollar zum Kauf angeboten. Gleichzeitig haben die Entwickler eine veränderte Version als Torrent von ihren eigenen PCs aus verbreitet, weil sie befürchteten, dass ihr Spiel in kürzester Zeit illegal Verbreitung fände. Diese veränderte Version lässt diejenigen, die sich das Spiel als Torrent gezogen haben, automatisch scheitern, weil im Spiel die Mehrzahl ihrer entwickelten Spiele illegal kopiert wird und sie bankrott gehen.</p>
<p>Nun wurde anscheinend ein Großteil der Kopien des Spiels aus dem Torrent gezogen und nicht gekauft. Die Entwickler <a href="https://www.facebook.com/GameDevTycoon/posts/518979144804323">beklagen</a> nun auf ihrer Facebookseite: &#8220;One day after release over 93% of players have pirated our game&#8221;. Auch große Online-Medien wie Chip Online oder Stadt Bremerhaven sprechen nun von einem <a href="http://www.chip.de/news/Game-Dev-Tycoon-Entwickler-trollen-Raubkopierer_61776367.html">Demonstrationsobjekt für die Schamlosigkeit von Raubkopierern</a> und von einer <a href="http://stadt-bremerhaven.de/game-dev-tycoon-entwickler-verteilen-abgeaenderte-version-ueber-torrent-und-die-ergebnisse-sind-erschreckend/">traurigen Story</a>. Die Empörung im Netz über die bösen Raubmordkopierer ist groß.</p>
<p>Und jetzt frage ich euch, die ihr euch alle so sehr empört: Merkt eigentlich niemand von euch, dass das alles Unsinn ist? </p>
<p>Denkt doch mal nach: Die 93% aus dem Torrent gezogenen Kopien sind nämlich nicht &#8220;pirated&#8221;. Es handelt sich auch nicht um ein &#8220;Demonstrationsobjekt für die Schamlosigkeit von Raubkopierern&#8221; und auch nicht um eine &#8220;traurige Story&#8221;. Denn wer hat denn die veränderten Kopien als Torrent angeboten? Richtig, niemand anderes als die Urheber selbst. Somit handelt es sich bei den über den Torrent gezogenen Kopien selbstverständlich nicht um &#8220;pirated&#8221; illegale Kopien des Spiels, sondern einfach um eine zweite, von den Urhebern explizit kostenlos über einen Torrent angebotene und etwas veränderte Version des Spiels, die daher völlig legal heruntergeladen werden darf, weil sie ja von den Urhebern selbst angeboten wurde. Und dafür, dass wirklich illegale Kopien des Spiels im Umlauf sind, gibt es überhaupt keinen Beleg. Darüber schweigen sich auch die Entwickler aus &#8211; ganz bewusst wohl. Alle Schlussfolgerungen in Bezug auf illegale Downloads sind in diesem Fall somit völlig hinfällig. </p>
<p>Manchmal würde ich mir wünschen, dass etwas mehr nachgedacht würde, ehe im Netz die Empörungsmaschinerie einsetzt. In diesem Fall unterstützt ihr damit nicht Opfer illegalen Filesharings, sondern lediglich eine kluge Marketing-Aktion der Entwickler &#8211; auf die ihr voll reingefallen seid. Ohne diese gekünstelte Aufregung hätte das Spiel niemals so viel Publicity und Aufmerksamkeit bekommen. Und ihr habt euch vor den Karren spannen lassen. Das ist der eigentliche Aufreger an der Geschichte, über den man sich empören könnte &#8211; und nicht niemals geschehene illegale Kopien.</p>
 <p><a href="http://www.schestag.de/?flattrss_redirect&amp;id=6749&amp;md5=bd202f3891859c01c08cd8a90f8a0091" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.schestag.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Eine Petition</title>
		<link>http://www.schestag.de/2013/04/22/eine-petition/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Apr 2013 17:57:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Schestag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Datenvolumen]]></category>
		<category><![CDATA[Drosselung]]></category>
		<category><![CDATA[Internetsperre]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe eine Petition zu den Plänen der Telekom gestartet, Datenvolumen einzuführen, nach deren Verbrauch der Internetzugang auf 384 kbit/s gedrosselt werden soll. Ich würde mich über zahlreiches Mitzeichnen und Weiterverbreiten freuen. Hier der Text der Petition und die Begründung: &#8220;Keine faktische Internetsperre durch die Telekom nach Datenvolumen Die Deutsche Telekom AG wird aufgefordert, die [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe eine <a href="https://www.openpetition.de/petition/online/keine-faktische-internetsperre-durch-die-telekom-nach-datenvolumen">Petition</a> zu den Plänen der Telekom gestartet, Datenvolumen einzuführen, nach deren Verbrauch der Internetzugang auf 384 kbit/s gedrosselt werden soll. Ich würde mich über zahlreiches Mitzeichnen und Weiterverbreiten freuen. Hier der Text der Petition und die Begründung:</p>
<p>&#8220;<strong>Keine faktische Internetsperre durch die Telekom nach Datenvolumen</strong></p>
<p>Die Deutsche Telekom AG wird aufgefordert, die auf www.telekom.com/medien/produkte-fuer-privatkunden/184370 angekündigte Änderung der Tarifstruktur mit sogenanntem &#8220;Drosseln&#8221; der Internetverbindung nach dem Aufbrauchen eines Datenvolumens nicht einzuführen.</p>
<p>Begründung:</p>
<p>Wie auf digitalegesellschaft.de/2013/04/telekom-tarifanderungen-frontalangriff-auf-die-netzneutralitat/ ausführlich dargelegt wird, stellt die sogenannte &#8220;Drosselung&#8221; nach dem Aufbrauchen des Datenvolumens eine faktische Internetsperre da, da viele Dienste mit einer Geschwindigkeit von 384 kbit/s schlicht nicht nutzbar sind. Dies stellt eine Verletzung der Netzneutralität dar. Es darf niemand faktisch vom Internet ausgeschlossen werden, weil er sich beispielsweise eine Volumenerweiterung nicht leisten kann&#8221;</p>
 <p><a href="http://www.schestag.de/?flattrss_redirect&amp;id=6072&amp;md5=11209899802af1a77ec7ab5bf7bc92c8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.schestag.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Das Mitmach-Web ist in Gefahr</title>
		<link>http://www.schestag.de/2013/04/13/das-mitmach-web-ist-in-gefahr/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Apr 2013 14:21:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Schestag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Angriffe]]></category>
		<category><![CDATA[Joomla!]]></category>
		<category><![CDATA[Kompromittierungen]]></category>
		<category><![CDATA[Mitmach-Web]]></category>
		<category><![CDATA[phpBB]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[WordPress]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie mehrere Quellen heute berichten, läuft im Moment eine groß angelegte Attacke auf WordPress-Installationen, an denen um die 90.000 Rechner beteiligt sein sollen. Als jemand, der WordPress-Installationen beruflich betreut, beobachte ich aber nicht erst in jüngster Zeit einen starken Anstieg der Angriffe auf WordPress und Kompromittierungen dieser Software. Die Probleme nehmen bereits seit gut zwei [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wie mehrere Quellen heute <a href="http://arstechnica.com/security/2013/04/huge-attack-on-wordpress-sites-could-spawn-never-before-seen-super-botnet/">berichten</a>, läuft im Moment eine groß angelegte Attacke auf WordPress-Installationen, an denen um die 90.000 Rechner beteiligt sein sollen. <span id="more-5097"></span></p>
<p>Als jemand, der WordPress-Installationen beruflich <a href="http://www.wp-care.net">betreut</a>, beobachte ich aber nicht erst in jüngster Zeit einen starken Anstieg der Angriffe auf WordPress und Kompromittierungen dieser Software. Die Probleme nehmen bereits seit gut zwei Jahren stetig zu. Dabei geht es aber nicht nur um die Kompromittierung des Logins. Auch Schwachstellen in Plugins, Themes oder im WordPress-Core sind vermehrt Ziel von Angriffen. Und nicht selten gelingen sie. Oft dienen die kompromittierten WordPress-Installationen dann wiederum als Quelle für Schadsoftware, für Phishing-Sites oder zum Versenden von Spam.</p>
<p>Dass diese Probleme in den letzten beiden Jahren so massiv zugenommen haben, kommt nicht von ungefähr. WordPress erfreut sich immer größerer Beliebtheit, weil es sich um ein sehr einfach zu bedienendes und vor allem durch Plugins sehr leicht zu erweiterndes Blog- und Content-Management-System handelt. Aber hier liegt auch der Hase im Pfeffer. Insbesondere Plugins &#8211; aber auch der WordPress-Core und gelegentlich auch Themes &#8211; enthalten oft Sicherheitslücken. </p>
<p>Auf der anderen Seite erlebe ich es sehr häufig, dass WordPress-Installationen nicht gewartet werden. Core, Plugins und Themes werden nicht upgedatet. Das führt dann natürlich fast so sicher wie das Amen in der Kirche zu Kompromittierungen.</p>
<p>Man sollte jedoch nicht glauben, dass dieses Problem WordPress-spezifisch ist. Auch andere Websoftware wie phpBB oder Joomla! ist immer häufiger Ziel solcher Attacken. Und immer häufiger kommt es auch dort zu Kompromittierungen, weil die Software nicht gewartet wird.</p>
<p>Wir haben es hier also mit einem grundsätzlichen Problem zu tun, das typisch für das ist, was landläufig Web 2.0 oder Mitmach-Web genannt wird. Charakteristisch für das Mitmach-Web ist, dass nicht mehr, wie früher, statische Websites, die lediglich aus HTML und CSS bestanden, erstellt werden, sondern komplexe Webanwendungen zum Einsatz kommen, die es ermöglichen, laufend eigenen Content zu erstellen und Besuchern die Möglichkeit geben, mit dem Seitenbetreiber zu interagieren, etwa in Blogs.</p>
<p>Mit dem Einsatz dieser komplexen Webanwendungen steigt aber auch der Wartungsaufwand für den Seitenbetreiber selbst. Statische Websites, die nur aus HTML und CSS bestehen, sind kaum kompromittierbar, wenn nicht der Server selbst Sicherheitslücken enthält &#8211; wobei ich Dinge wie schwache FTP-Passwörter hier mal außer Acht lasse. Und dafür ist der Webhoster zuständig und nicht der Seitenbetreiber selbst. Es ist der Job des Webhosters, die Serversoftware sicher und aktuell zu halten, und er sollte was davon verstehen.</p>
<p>Sobald aber Scriptsprachen wie PHP, Perl, Python usw. zum Einsatz kommen, ändert sich die Situation fundamental. Denn Webanwendungen, die in diesen Sprachen geschrieben sind, können Sicherheitslücken enthalten. Und dafür, die installierte Webanwendung sicher und aktuell zu halten, ist in der Regel nicht der Hoster zuständig, sondern der Webseitenbetreiber selbst. Und da fängt das Problem an. Denn offensichtlich hat sich dieses Bewusstsein bei Webseitenbetreibern noch nicht durchgesetzt, sonst gäbe es nicht so viele Installationen von Webanwendungen, die nicht gewartet sind. </p>
<p>Dafür kann es natürlich mehrere Gründe geben. So kann ich mir vorstellen, dass viele Betreiber von Webanwendungen gar nicht wissen, dass sie sich regelmäßig darum kümmern müssen, und einfach davon ausgehen, dass eine Webanwendung wie eine statische Website ewig ohne Wartung laufen kann. Andere wiederum wissen das vielleicht schon, kümmern sich aber nicht darum, weil sie sich überfordert fühlen oder Angst haben, etwas kaputt zu machen. Derlei Befürchtungen kommen mir jedenfalls nicht selten zu Ohren, wenn ich Menschen auf ihre veralteten Webanwendungen anspreche.</p>
<p>Was kann man nun dagegen tun? Im Prinzip sehe ich nur zwei Möglichkeiten. Webseitenbetreiber, die eine Webanwendung einsetzen, müssen entweder lernen, diese zu warten und es auch dann stetig selbst tun &#8211; oder sie müssen jemanden damit beauftragen, der was davon versteht. </p>
<p>Und damit sind wir beim nächsten Problem. Beides ist mit Kosten verbunden. Die erste Variante kostet Zeit, und das gleich in doppelter Hinsicht. Es kostet Zeit, sich die Fertigkeiten anzueignen, und es kostet dauerhaft Zeit, die Wartung selbst durchzuführen. Auf der anderen Seite kostet es zwar keine Zeit, dafür aber Geld, andere mit der Wartung zu beauftragen.</p>
<p>Das Mitmach-Web wäre meiner Meinung nach noch zu retten, wenn möglichst alle Webseitenbetreiber möglichst sofort bereit wären, diese Kosten in Kauf zu nehmen. Leider ist mein Eindruck jedoch, dass dem nicht so ist. Insbesondere Betreiber privater Websites und Blogs wollen weder den Zeitaufwand für die Wartung, noch die Kosten in Kauf nehmen, die entstehen, wenn sie jemanden damit beauftragen.</p>
<p>Was bleibt dann noch? Letztlich bleibt Webseitenbetreibern nur noch, ihren Content bei Drittanbietern wie wordpress.com unterzubringen. Hier erlebe ich jedoch vielmehr den umgekehrten Trend, nämlich dass mittlerweile viele User von wordpress.com auf ein selbstgehostetes WordPress umsteigen, weil sie bei wordpress.com Geld für Features bezahlen müssten, die sie in eigener eigenen Installation kostenlos bekommen. Und schon geht das Problem von vorne los. Und natürlich wird das nicht in allen Fällen funktionieren, denn Angebote wie wordpress.com gibt es für andere CMS wie Joomla! nicht.</p>
<p>Alles in allem komme ich deshalb zu dem Schluss, dass das Mitmach-Web in höchster Gefahr oder vielleicht sogar schon am Ende ist. Wenn Hoster angesichts derart gewaltiger Angriffswellen bald massenweise Websites sperren werden, weil sie kompromittiert wurden und die Betreiber nicht in der Lage sind, das Problem zu beheben &#8211; und das werden sie tun &#8211; war&#8217;s das mit dem Traum vom Mitmach-Web unter eigener Regie. Es bleiben die übrig, die in der Lage und willens sind, ihre Webanwendungen selbst zu warten oder das entsprechende Geld dafür auszugeben. Und das werden nicht viele sein.</p>
 <p><a href="http://www.schestag.de/?flattrss_redirect&amp;id=5097&amp;md5=9b54e06e17643f54f007c9c435122182" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.schestag.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Satire im Netz: Anything goes?</title>
		<link>http://www.schestag.de/2013/04/02/satire-im-netz-anything-goes/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Apr 2013 18:10:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Schestag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Angehörige]]></category>
		<category><![CDATA[anything goes]]></category>
		<category><![CDATA[NSU-Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Opfer]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[Derzeit sorgt eine wahrscheinlich gefakete eBay-Auktion im Netz für Aufsehen, bei der ein Platz im NSU-Prozess vor dem OLG München mit den Worten &#8220;versteigert&#8221; wird &#8220;Sie steigern auf meinen Sitzplatz bei dem Prozess gegen NSU / Beate Zschäpe, für den gesamten Prozess. ACHTUNG: NUR FÜR DEUTSCHE! TÜRKEN ZWECKLOS!! Bieten Sie nicht, wenn Sie Türke sind!!!&#8221; [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Derzeit sorgt eine wahrscheinlich gefakete <a href="http://www.ebay.de/itm/Sitz-Platz-NSU-Prozess-17-April-OLG-Muenchen-NUR-DEUTSCHE-/251254619966">eBay-Auktion</a> im Netz für Aufsehen, bei der ein Platz im NSU-Prozess vor dem OLG München mit den Worten &#8220;versteigert&#8221; wird </p>
<p>&#8220;Sie steigern auf meinen Sitzplatz bei dem Prozess gegen NSU / Beate Zschäpe, für den gesamten Prozess.<br />
ACHTUNG: NUR FÜR DEUTSCHE! TÜRKEN ZWECKLOS!! Bieten Sie nicht, wenn Sie Türke sind!!!&#8221;</p>
<p>Diese &#8220;Auktion&#8221; soll nach Aussage derer, die sie verbreiten und die sogar darauf bieten, der Versuch sein, mittels Satire Kritik an der Vergabe der Journalistenplätze für diesen Prozess zu üben, bei der türkische Medien leer ausgingen.</p>
<p>Ich finde diese sogenannte &#8220;Satire&#8221; völlig misslungen und unendlich geschmacklos. Wir haben mit den NSU-Morden die größte Terrorwelle seit der RAF in Deutschland sowie ein beispielloses Versagen aller Ermittlungsbehörden erlebt, das sogar in Beschuldigungen gegen die Opfer selbst gipfelte. Das Versagen des OLG München bei der Vergabe der Journalistenplätze ist nur ein weiterer trauriger Höhepunkt. Ich frage mich ernsthaft, ob angesichts des immensen Schadens, den allein diese Entscheidung bereits jetzt angerichtet hat, Satire der richtige Ansatz ist, damit umzugehen. Und ich komme für mich zu dem Schluss, dass dem nicht so ist, sondern Satire in diesem Fall den Schaden noch vergrößert. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass auch nur ein einziger Angehöriger der 10 Opfer des NSU-Terrors diese eBay-&#8221;Auktion&#8221; witzig findet. </p>
<p>Ich kann mich aber auch generell des Eindrucks nicht erwehren, dass im Netz viele der Meinung sind, wenn es darum geht, Sachverhalte ins Lächerliche zu ziehen oder (vermeintlich) satirisch aufzubereiten, gelte ein &#8220;Anything goes&#8221;. Alles ist möglich, alles ist erlaubt, solange es nur den Zweck erfüllt, Aufmerksamkeit zu erzeugen. </p>
<p>Auch das sehe ich generell anders. Denn, wie schon angedeutet, kann auch Satire verletzen &#8211; und zwar die, die sie gerade nicht verletzen soll, nämlich die Opfer oder Leidtragenden eines Sachverhalts, der satirisch aufs Korn genommen werden soll. </p>
<p>Daher sollte sich jeder, der sich satirisch mit einem Thema befassen will, zunächst fragen, ob es bei der Angelegenheit Opfer oder Betroffene gibt, die er eigentlich nicht treffen will, die er aber mit seinem Versuch der satirischen Herangehensweise treffen könnte. Dieser notwendige Zwischenschritt unterbleibt meiner Ansicht nach bei satirischen Betrachtungen im Netz zu oft. Etwas mehr Sensibilität täte auch im Netz gut.</p>
 <p><a href="http://www.schestag.de/?flattrss_redirect&amp;id=3947&amp;md5=bc91655701cf58f68f6b0e46634b3958" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.schestag.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Verlage verzichten freiwillig auf die Durchsetzung des Leistungsschutzrechts</title>
		<link>http://www.schestag.de/2013/04/01/verlage-verzichten-freiwillig-auf-die-umsetzung-des-leistungsschutzrecht/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 09:58:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Schestag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nebelgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[1. April]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>

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		<description><![CDATA[Es kommt einer Sensation gleich! Mehrere große Verlage haben heute verlautbaren lassen, dass sie freiwillig auf die Umsetzung des Leistungsschutzrechts verzichten. Sie hätten eingesehen, dass diese Regelung ihnen mehr schade als nutze. Die Verzichtserklärung gelte ab dem 2. April 2013. Ihr werdet sicher Verständnis dafür haben, dass ich heute noch keine Quelle für diese Meldung [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es kommt einer Sensation gleich! Mehrere große Verlage haben heute verlautbaren lassen, dass sie freiwillig auf die Umsetzung des Leistungsschutzrechts verzichten. Sie hätten eingesehen, dass diese Regelung ihnen mehr schade als nutze. Die Verzichtserklärung gelte ab dem 2. April 2013.</p>
<p>Ihr werdet sicher Verständnis dafür haben, dass ich heute noch keine Quelle für diese Meldung nennen kann, weil die Verzichtserklärung erst ab morgen gilt und heute die Quelle der Erklärung noch unter das Leistungsschutzrecht fiele. Bei einem Zitat der Quelle liefe ich also Gefahr, zahlen zu müssen. Das will ich natürlich nicht riskieren. Ich werde die Quelle selbstverständlich morgen nachliefern, wenn diese Gefahr nicht mehr besteht.</p>
<p><strong>Update vom 02. 04. 2013:</strong> So, heute ist der 2. April, und jetzt kann ich wie angekündigt gefahrlos meine Quellen nennen. Die einzige Quelle für diese Meldung bin ich. Es handelte sich natürlich um einen Aprilscherz, der aber auch die Probleme des Leistungsschutzrechtes für Blogger deutlich machen sollte. Denn zwar sind nach einhelliger Meinung von <a href="http://rechtsanwalt-schwenke.de/faq-zum-presse-leistungsschutzrecht/#nr_16">Experten</a> Links und kurze Zitate von Quellen von Presseverlagen zu Belegzwecken in Blogs nach wie vor nicht vom Leistungsschutzrecht betroffen. Aber wo die Grenze ist, ist bisher nur sehr schwammig definiert. Klar dürfte sein, dass auch Blogs, die Meldungen verschiedener Presseverlage in einer Art Presseschau aggregieren, unter das Leistungsschutzrecht fallen. Wo die genaue Grenze liegt, werden wohl die Gerichte klären müssen.</p>
 <p><a href="http://www.schestag.de/?flattrss_redirect&amp;id=3767&amp;md5=11e51c8ef84c2392e876f26c32220c8e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.schestag.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Meer im Nebel</title>
		<link>http://www.schestag.de/2013/03/30/meer-im-nebel/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Mar 2013 16:12:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Schestag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Landschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Nebelkunst]]></category>
		<category><![CDATA[GIMP]]></category>
		<category><![CDATA[Meer im Nebel]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Bild ist mir heute bei einem kleinen Experiment mit dem freien Grafikprogramm The GIMP gelungen. Erinnert es euch auch stark an das Meer im Nebel? Vielleicht gefällt es euch ja. (zum Vergrößern anklicken)]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Bild ist mir heute bei einem kleinen Experiment mit dem freien Grafikprogramm The GIMP gelungen. Erinnert es euch auch stark an das Meer im Nebel? Vielleicht gefällt es euch ja. <img src='http://www.schestag.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  (zum Vergrößern anklicken)</p>
<div id="attachment_3546" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.schestag.de/wp-content/uploads/2013/03/meerimnebel.jpg"><img class="size-medium wp-image-3546 " title="Meer im Nebel" alt="meerimnebel" src="http://www.schestag.de/wp-content/uploads/2013/03/meerimnebel-600x170.jpg" width="600" height="170" /></a><p class="wp-caption-text">Meer im Nebel</p></div>
<p style="text-align: center;">
 <p><a href="http://www.schestag.de/?flattrss_redirect&amp;id=3545&amp;md5=f53d8a2486cb5dd0230c930dd58f0f20" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.schestag.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich bin nicht tolerant!</title>
		<link>http://www.schestag.de/2013/03/29/ich-bin-nicht-tolerant/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Mar 2013 10:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Schestag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[dulden]]></category>
		<category><![CDATA[Duldsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[offene Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[tolerante Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, es ist so. Ich bin nicht tolerant! Ich halte nichts von Toleranz, egal gegenüber wem. Politische Forderungen, wir bräuchten eine tolerante Gesellschaft, halte ich für grundfalsch. Habe ich euch jetzt geschockt? Gut so! Aber vielleicht lest ihr noch ein bisschen weiter, um zu erfahren, warum ich nicht tolerant bin? Wenn ihr bis hierher gekommen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, es ist so. Ich bin nicht tolerant! Ich halte nichts von Toleranz, egal gegenüber wem. Politische Forderungen, wir bräuchten eine tolerante Gesellschaft, halte ich für grundfalsch.</p>
<p>Habe ich euch jetzt geschockt? Gut so! Aber vielleicht lest ihr noch ein bisschen weiter, um zu erfahren, warum ich nicht tolerant bin? <span id="more-3337"></span></p>
<p>Wenn ihr bis hierher gekommen seid, werdet ihr schnell feststellen, dass meine Aussage, dass ich nicht tolerant bin, mitnichten bedeutet, dass ich Ausgrenzung oder Ungleichheit das Wort rede. Im Gegenteil. Ich bin vielmehr der Meinung, dass das Konzept der Toleranz nicht in eine offene und freie Gesellschaft passt.</p>
<p>Denn was bedeutet Toleranz? Die Wikipedia <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz">übersetzt</a> Toleranz mit &#8220;Duldsamkeit&#8221; und definiert sie als &#8220;ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten&#8221;. Etwas zu tolerieren bedeutet also lediglich &#8211; vielleicht sogar zähneknirschend &#8211; etwas hinzunehmen, was man vielleicht sogar ablehnt.</p>
<p>Diese Definition von Toleranz passt einfach nicht zu meiner Einstellung. Denn viele Dinge, bezüglich derer immer wieder Toleranz gefordert wird, lehne ich nicht ab. Ich nehme sie und die Menschen, die damit verbunden sind, schlicht und einfach so, wie sie sind. Dies gilt vor allem für Eigenschaften dieser Menschen. Warum auch sollte ich die sexuelle Orientierung, die Hautfarbe, die Behinderung oder andere Eigenschaften eines Menschen ablehnen? Und wenn ich sie nicht ablehne, gibt es auch keine Notwendigkeit, sie explizit zu dulden. Sie sind halt einfach da und stören mich nicht.</p>
<p>Mancher wird jetzt sicher einwenden, dass ich doch gewisse Dinge, die ich nicht gut finde, dulden muss, etwa weil mich Gesetze dazu zwingen. Das ist richtig, aber das betrifft in den allermeisten Fällen nicht den Toleranzbegriff, wie er im gesellschaftspolitischen Kontext verwendet wird. Toleranz wird meist im Zusammenhang mit Minderheiten ins Feld geführt, die es zu tolerieren gelte. Diese Toleranz, also Duldung, kann aber meiner Meinung nach allenfalls eine Zwischenstation auf dem Weg zu einer Gesellschaft sein, in der alle, also auch Minderheiten, gleichberechtigt leben können und in der jeder jeden so nimmt, wie er ist, anstatt ihn nur zu dulden. Das Ziel ist also nicht eine tolerante Gesellschaft, sondern eine inklusive Gesellschaft. Und davon sind wir leider noch weit entfernt. Keiner hat das, was ich denke, besser und wunderbarer ausgedrückt als Gene Roddenberry, der Erschaffer des Star-Trek-Universums:</p>
<p>&#8220;<em>Star Trek was an attempt to say that humanity will reach maturity and wisdom on the day that it begins not just to tolerate, but take a special delight in differences in ideas and differences in life forms. If we cannot learn to actually enjoy those small differences, to take a positive delight in those small differences between our own kind, here on this planet, then we do not deserve to go out into space and meet the diversity that is almost certainly out there.</em>” </p>
<p>Lasst uns seine Vision zum Leben erwecken und Wirklichkeit werden!</p>
 <p><a href="http://www.schestag.de/?flattrss_redirect&amp;id=3337&amp;md5=1c65ffafb64b95d48582959b6cb81e05" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.schestag.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Kostet die Euro-Krise wirklich Menschenleben?</title>
		<link>http://www.schestag.de/2013/03/27/kostet-die-euro-krise-wirklich-menschenleben/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Mar 2013 13:55:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Schestag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[Euro-Krise]]></category>
		<category><![CDATA[HIV-Infektionen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenleben]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstmorde]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute titelt der Spiegel &#8220;Studie: Euro-Krise kostet Menschenleben&#8221;. Ohne Frage, die Zahlen sind dramatisch. Allein der Anstieg von Suiziden um 40% von 2011 auf 2012 in Griechenland ist ebenso verheerend wie die massive Zunahme von HIV-Infektionen. Aber stimmt es wirklich, dass es die Euro-Krise ist, die Menschenleben kostet? Ich meine nein. Denn nicht die Euro-Krise [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/lancet-euro-krise-hat-fatale-wirkung-auf-gesundheit-der-europaeer-a-891149.html">titelt</a> der Spiegel &#8220;Studie: Euro-Krise kostet Menschenleben&#8221;. Ohne Frage, die Zahlen sind dramatisch. Allein der Anstieg von Suiziden um 40% von 2011 auf 2012 in Griechenland ist ebenso verheerend wie die massive Zunahme von HIV-Infektionen. </p>
<p>Aber stimmt es wirklich, dass es die Euro-Krise ist, die Menschenleben kostet? Ich meine nein. <span id="more-3114"></span></p>
<p>Denn nicht die Euro-Krise selbst kostet Menschenleben, sondern <strong>der menschenverachtende Umgang mit der Euro-Krise</strong>. Würde es insbesondere bei der Bewältigung der Euro-Krise nicht darum gehen, primär Staaten und Banken vor der Pleite zu retten, und wären die betroffenen Staaten in der Folge nicht zu rigiden Sparmaßnahmen gezwungen worden, wäre es niemals zu dieser Entwicklung gekommen. Schuld an dieser dramatischen Entwicklung ist also nicht die Euro-Krise selbst, sondern die Tatsache, dass bei der Bekämpfung der Euro-Krise die Menschen in den betroffenen Ländern vergessen wurden und werden. Politik sollte für Menschen da sein und für sie Gutes bewirken und nicht für Banken und Staatshaushalte. An diesem Punkt hat die europäische Politik auf im wahrsten Sinne des Wortes fatale Weise versagt. Dass es auch anders ginge, wird aus dem im Spiegel genannten Beispiel von Island deutlich.</p>
 <p><a href="http://www.schestag.de/?flattrss_redirect&amp;id=3114&amp;md5=26d0e96c63ff5cb9d4b166762a6202fb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.schestag.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Das &#8220;ARD Morgenmagazin&#8221; und die journalistische Sorgfalt</title>
		<link>http://www.schestag.de/2013/03/27/das-ard-morgenmagazin-und-die-journalistische-sorgfalt/</link>
		<comments>http://www.schestag.de/2013/03/27/das-ard-morgenmagazin-und-die-journalistische-sorgfalt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2013 11:52:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alex Schestag</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedanken]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Hoax]]></category>
		<category><![CDATA[journalistische Sorgfalt]]></category>
		<category><![CDATA[Morgenmagazin]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätsjournalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute wurde ich auf einen Beitrag des &#8220;ARD Morgenmagazins&#8221; auf dessen Facebook-Seite aufmerksam, bei dem es mir dann doch die Sprache verschlug. Was war passiert? Das ARD Morgenmagazin teilte auf seiner Facebook-Seite ein Bild eines Schauspielers, das folgenden Text enthielt: &#8220;Facebook spielt mal wieder mit seinen AGBs. Wenn Euch Eure Daten lieb sind, sollte Ihr [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute wurde ich auf einen Beitrag des &#8220;ARD Morgenmagazins&#8221; auf dessen Facebook-Seite aufmerksam, bei dem es mir dann doch die Sprache verschlug. Was war passiert?<span id="more-3031"></span></p>
<p>Das ARD Morgenmagazin teilte auf seiner <a href="https://www.facebook.com/ardmoma">Facebook-Seite</a> ein Bild eines Schauspielers, das folgenden Text enthielt:</p>
<p>&#8220;Facebook spielt mal wieder mit seinen AGBs. Wenn Euch Eure Daten lieb sind, sollte Ihr das auch posten. Es reicht, wenn Ihr es gepostet habt, dann ist es bei Facebook registriert, weil Euer Verlauf bei Facebook gespeichert wird!<br />
Aufgrund der neuen AGB’s in Facebook widerspreche ich hiermit der kommerziellen Nutzung meiner persönlichen Daten (Texte, Fotos, persönliche Bilder, persönliche Daten u.ä.) gemäß BDSG.<br />
Das Copyright meiner Profilbilder sowie aller anderen Bilder liegt ausschließlich bei mir bzw. bei dem Fotografen mit dem ich einen Nutzungsvertrag geschlossen habe. Die kommerzielle Nutzung bedarf meiner schriftlichen Zustimmung.&#8221;</p>
<p>Hier noch einmal der Beitrag als Screenshot:</p>
<p><a href="http://www.schestag.de/wp-content/uploads/2013/03/momahoax.jpg"><img src="http://www.schestag.de/wp-content/uploads/2013/03/momahoax-300x297.jpg" alt="momahoax" width="300" height="297" class="alignnone size-medium wp-image-3033" /></a></p>
<p>Abgesehen von den zahlreichen grammatikalischen, Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehlern ist auch der Inhalt dieses Postings totaler Quatsch, was auch schon lange bekannt ist. Erstens gab es keine AGB-Änderungen bei Facebook, die einen solchen Widerspruch begründen. Der Widerspruch ist in dieser Form zudem rechtlich unwirksam. Zwar kann man in der Tat einen solchen Widerspruch wirksam einlegen, muss diesen dann aber direkt und schriftlich an Facebook senden. Ein Facebook-Posting über das private Profil reicht nicht aus. Leider wurden auch im Zuge der Aufklärung dieses Hoaxes unsinnige Dinge behauptet. Einige Juristen haben aber in ihren Blogs den korrekten Sachverhalt schon vor Monaten sehr schön <a href="http://www.ferner-alsdorf.de/2012/11/datenschutz-der-aktuelle-facebook-hoax-hiermit-widerspreche-ich/">dargelegt</a>.</p>
<p>Ihr fragt euch jetzt wahrscheinlich, warum ich den Beitrag auf der Facebook-Seite des Morgenmagazins nicht direkt verlinkt habe. Das hätte ich natürlich anstelle eines Screenshots lieber getan, um den Vorgang einwandfrei zu belegen. Leider hat das Morgenmagazin den Beitrag kommentarlos gelöscht. Aber es gibt dafür mehrere Zeugen, die die Existenz des Beitrags sicher gern bestätigen.</p>
<p>Der eigentliche Fehler ist natürlich schon wesentlich früher zu suchen, nämlich zu dem Zeitpunkt, da der Status eines Prominenten ohne weitere Recherche geteilt wurde. Von einem Medium des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kann man meines Erachtens erwarten, dass zumindest eine kurze Recherche zu der Aussage, die man verbreiten möchte, durchgeführt wird. In diesem Falle hätte es gereicht, zwei Minuten in eine Google-Recherche zu investieren, um festzustellen, dass es sich bei der Aussage um einen Hoax handelt. </p>
<p>Schlimmer ist meiner Meinung jedoch, dass die ARD den Fehler unter den Teppich gekehrt hat, indem der Beitrag kommentarlos gelöscht wurde. Das Verhalten in diesem Fall lässt damit endgültig jegliche journalistische Sorgfalt vermissen. Dass die ARD den Beitrag, der zu dem Zeitpunkt bereits zahlreich geteilt worden war, klammheimlich inklusive aller Kommentare löscht, anstatt den Fehler zumindest durch Aufklärung wieder gut zu machen, sehe ich als journalistischen Offenbarungseid an. Von einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt, die meiner Ansicht nach eine hohe Verantwortung bei der Verbreitung von Informationen trägt, erwarte ich, dass sie Falschinformationen, die sie auf einer stark frequentierten Facebook-Seite verbreitet hat, auch richtigstellt. Ich bin der Meinung, dass man nun ernsthaft die Frage stellen kann, ob man den Sender noch als zuverlässige Nachrichtenquelle ansehen kann, wenn derart unprofessionell mit selbstverschuldeten Falschmeldungen umgegangen wird. Qualitätsjournalismus sieht jedenfalls anders aus. In dem Fall mögen die Folgen harmlos sein, aber es gibt insbesondere auf Facebook Hoaxes, die nicht so harmlos sind. Wenn ein öffentlich-rechtlicher Sender einen solchen Hoax unreflektiert verbreiten würde, wäre das fatal.</p>
 <p><a href="http://www.schestag.de/?flattrss_redirect&amp;id=3031&amp;md5=c4185e51423577b9a8aca1ded9739d93" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.schestag.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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