Wer mich kennt, weiß, daß ich Facebook wegen seines Datenschutzgebarens stark kritisiere und bisher einen Beitritt zu diesem sozialen Netzwerk aus Datenschutzgründen strikt abgelehnt habe. Am Wochenende habe ich mich nach reiflicher Überlegung nun doch entschlossen, einen Facebook-Account anzulegen. Da dies sicherlich den ein oder anderen verwundern wird, möchte ich meine Entscheidung an dieser Stelle kurz erläutern. Es gibt drei wesentliche Gründe für meine Entscheidung:
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Facebook und ich – ein Strategiewechsel
Warum es Privatsphäre im Netz nach wie vor gibt und warum sie wichtig ist
Heute morgen las ich auf Twitter einen Tweet von Klaus Eck, seines Zeichens Kommunikationsberater, bei dem sich mir der Magen umdrehte und der mich zu diesem Blogpost veranlaßte. Herr Eck twitterte:
Er schreibt dazu in seiner Vortragsankündigung:
“Abschied von der Privatsphäre ohne Wehmut
[...]
Nutzen Sie die persönliche Glaubwürdigkeit und Kompetenz Ihrer Kollegen auch online! In der Keynote von Klaus Eck erfahren Sie, wie Sie Ihre Personen- und Unternehmensmarke am besten im im Web vermarkten können und warum es keine Privatheit mehr im Netz gibt.”
In das gleiche Horn stößt der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der Privatsphäre für nicht mehr zeitgemäß hält.
Beide Aussagen sind Ausdruck einer “Post-Privacy-Bewegung”, die die These formuliert, daß es im Netz keine Privatsphäre mehr gebe. Als Begründung wird oft genannt, man müsse seine Privatsphäre aufgeben, wenn man an den Möglichkeiten und Chancen der Social-Media-Welt noch intensiver teilhaben und sich oder sein Unternehmen noch besser vermarkten wolle. Zuckerberg behauptet sogar, daß man damit nur einen “gesellschaftlichen Wandel” nachvollziehe.
Ich sehe diese Bewegung mit sehr großer Sorge und möchte ihrer These vom Ende der Privatheit an dieser Stelle vehement widersprechen. weiterlesen »
Grenzenlose Überwachung?
In einem Interview in der “taz” wurde August Hanning, Staatssekretär im Bundesinnenministerium, gefragt, ob es zum Schutz der Privatsphäre Bereiche geben soll, in die der Staat verläßlich nicht hineinschauen darf. Seine Antwort: weiterlesen »

